Gemeinsam gegen Desinformation: Volles Haus bei unserer Fachkonferenz im Bayerischen Landtag

Katharina Schulze, Dr. Fabian Mehring, Benjamin Shultz und Benjamin Adjei unterhalten sich in einem Konferenzsaal.
Von links: Fraktionsvorsitzende Katharina Schulze, Digitalminister Dr. Fabian Mehring, Benjamin Shultz, Benjamin Adjei. Fotograf: Lambert Strehlke

Wie stärken wir unsere Demokratie in Zeiten von Desinformation? Wie fördern wir Medienkompetenz und machen unsere Gesellschaft widerstandsfähiger gegen Manipulation? Genau darüber haben wir bei unserer Fachkonferenz „(Dis)Information Age: Herausforderungen für Journalismus, Bildung & Politik“ im Bayerischen Landtag diskutiert – gemeinsam mit Expert*innen aus Politik, Wissenschaft, Medien und Zivilgesellschaft.

Zum Auftakt hat unsere Fraktionsvorsitzende Katharina Schulze eine klare Botschaft:

„Ich begrüße alle Demokratieverteidiger*innen. Es gibt viel zu tun.“

Und damit war der Ton des Nachmittags gesetzt: Wie können wir Desinformation wirksam begegnen, ohne dabei demokratische Grundwerte aus dem Blick zu verlieren? Laut Katharina Schulze muss sich muss sich die deutsche, europäische und bayerische Politik emanzipieren, denn: „Desinformation macht unsere Art zu leben kaputt. Sie hat zum Ziel, uns und unsere Demokratie zu destabilisieren. Das dürfen wir nicht zulassen.“

Anschließend gab Benjamin Shultz einen wissenschaftlichen Impuls und zeigte auf, wie wichtig starke Institutionen und unabhängiger Journalismus sind: „Besonders in Krisenzeiten verbreitet sich Desinformation schnell. Dann ist es auch die Aufgabe der Medien und Journalist*innen sowie der Wissenschaft, Forschung und Universitäten, Demokratiefeinde zu entlarven.“

Im anschließenden Panel diskutierte Bayerns Digitalminister Dr. Fabian Mehring gemeinsam mit den Teilnehmenden. Nach den Impulsen ging es in praxisnahe Breakout-Sessions mit MdL Benjamin Adjei und MdL Sanne Kurz. Im Mittelpunkt standen konkrete Lösungsansätze rund um demokratische Resilienz, Medienkompetenz und den Umgang mit Desinformation. Statt nur über Herausforderungen zu sprechen, wurde gemeinsam an Ideen gearbeitet, wie Politik, Bildung, Medien und Zivilgesellschaft noch enger zusammenarbeiten können.

„Die Ergebnisse waren sehr deutlich: Große Tech-Anbieter dürfen sich ihrer Verantwortung nicht entziehen: Sie müssen stärker in die Haftung genommen werden können und eine Digitalabgabe leisten. Das Thema Faktenchecks müssen wir mit unseren EU-weiten Partnerinnen und Partnern weiter ausbauen. Desinformation bekämpfen wir nicht durch Zuschauen vom Spielfeldrand, sondern mit Aufklärung, Haltung und gemeinsamer Verantwortung. Wir können nur im Team gewinnen“, so Sanne Kurz.

Besonders bereichernd waren die Spotlight-Tische unserer Kooperationspartner Business Council for Democracy (BC4D), codetekt, CORRECTIV, ISD – Institute for Strategic Dialogue, JFF – Institut für Medienpädagogik, Lie Detectors, SpreuWeizen und Volksverpetzer. Sie zeigten eindrucksvoll, wie vielfältig das Engagement gegen Desinformation bereits heute ist und wie viel Potenzial in gemeinsamen Projekten steckt.

Unser Fazit: Demokratie braucht Faktenchecks, kritisches Denken und Menschen, die Verantwortung übernehmen.

Die große Beteiligung, die vielen spannenden Gespräche und die zahlreichen Projektideen haben gezeigt, dass genau dafür eine starke Community bereitsteht. Vielen Dank an alle Referent*innen, Partnerorganisationen und Teilnehmenden für einen inspirierenden Nachmittag. Wir freuen uns darauf, die entstandenen Ideen gemeinsam weiterzuentwickeln!